Angst äußert sich in unseren Gedanken, in unserem Körper, in unseren Gefühlen und in unserem Verhalten. Von Natur aus soll Angst uns alarmieren und zu Kampf, Flucht oder zum Verharren animieren. Wenn die als gefährlich erlebte Situation vorüber ist, sollte der Körper aber wieder in einen Zustand der Ruhe und Entspannung zurückkehren. Es gibt jedoch Menschen, die unter übersteigerten und krankhaften Angstgefühlen leiden. Bei diesen Menschen ist die Angst kein Warnsignal für eine realistische Gefahr, im Gegenteil - die Angst ist selbst zur Bedrohung geworden und verwandelt das Leben der Betroffenen in ein Gefängnis.

Es wird zwischen verschiedenen Angstformen unterschieden

  • Angst zeigt sich in anfallsartigen Attacken, die sich vor allem körperlich äußern und mit Atemschwierigkeiten, starkem Herzklopfen, körperlichen Schmerzen u.ä. einhergehen können.
  • Angst zeigt sich bei Menschen, die von einer starken generalisierten Ängstlichkeit dominiert werden. Diese Art von Ängstlichkeit kann von vielen Lebenssituationen ausgelöst werden, und auch hier stehen somatische Beschwerden im Vordergrund.
  • Angst zeigt sich in phobischen Ängsten, die von spezifischen Situationen ausgelöst werden, z.B. Prüfungsangst, Flugangst, Angst vor Engesituationen, Angst vor Dunkelheit u.ä.

Die Fähigkeit Angst zu empfinden, ist allen Menschen angeboren. Wir unterscheiden uns jedoch darin, wie häufig und wie stark wir diese Angst empfinden.