Neben den vorgestellten Methoden verwende ich Ansätze aus der systemischen Therapie. Das bedeutet, dass ich die Probleme eines Individuums in ihrer Vernetzung mit seiner biologisch und biografisch bedingten Entwicklung sowie seinen Beziehungen auf den Ebenen des Paares, der Familie, der Schule, der Arbeitswelt und anderer größerer Systeme verstehe.

Die systemische Therapie hat sich aus der Arbeit mit Familien entwickelt. Kerngedanke der systemischen Therapie ist die Annahme, dass der Schlüssel zum Verständnis und zur Veränderung von Problemen weniger in der behandelten Person allein liegt, sondern im familiären/systemischen Zusammenhang, in dem das Problem steht.

Systemische Therapie ist an Beziehungsprozessen der Personen interessiert, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems beteiligt, und daher auch für Veränderungs- und Lösungsprozesse bedeutsam sind. Dazu gehören nicht unbedingt nur enge Familienmitglieder, auch andere Personen oder Institutionen können von Bedeutung sein. Die Veränderung der bestehenden Situation geschieht auch durch die Verknüpfung mit Erfahrungen aus den Herkunftsfamilien und dem Hinterfragen von "geerbten" Lebensregeln und Verhaltensmustern.

Gerade in der Arbeit mit Paaren lassen sich mit Hilfe systemischer Modelle und Vorgehensweisen lang eingeschliffene Verhaltens- und Erwartungszirkel unterbrechen, so dass neue Ideen und Sichtweisen wieder Eingang finden und der oft von beiden verwünschte Teufelskreis von Beschuldigung und Rechtfertigung endlich verlassen werden kann. Die Arbeit orientiert sich im Detail an der gegenwärtigen Situation und oft an der Frage, ob es in den gewünschten Gesprächen eher um die Realisierung von Trennung oder um ein verändertes Miteinander geht.